Japan: Land der Geheimnisse und Gegensätze

Jahrtausendealte Kulturgeschichte & Hochtechnologie

Autos, Elektronik, Metropolen und hierarchische Strukturen in Familie und Gesellschaft – wenn das alles ist, was Sie über Japan wissen, werden Sie während dieser zwölftägigen Reise nicht mehr aus dem Staunen herauskommen, denn das Land der aufgehenden Sonne hat so viel mehr zu bieten als in den gängigen Klischees bemüht wird.

Eine jahrtausendealte Kultur- und Religionsgeschichte, die in prachtvollen Tempelbauten, heiligen Schreinen und Statuen ihren sichtbaren Ausdruck findet. So besuchen Sie mit dem Kiyomizu-Tempel in Kyōto, der größten buddhistischen Bronzestatue der Welt in Nara, den drei Affen von Nikkō (nichts sehen, nichts hören, nichts sagen) oder dem Asakusa-Schrein in Tōkyō viele der religiösen Kultstätten. Die Hauptstadt erkunden Sie nicht nur auf einer Stadtrundfahrt, sondern auch aus der Luft vom 243 Meter hohen Rathaus aus.

Japanische Hochtechnologie erleben Sie bei Ihren Fahrten im Shinkansen u.a. in die Stadt Hiroshima, wo Sie beim Besuch des Friedensmuseums die verheerende Wirkung der Atombombardierung nachvollziehen werden. Alltagskultur früherer Jahrhunderte erleben Sie bei einem Besuch im historischen Dorf Shirakawago in der Nähe der berühmten Burgstadt Takayama. Sie sehen die Großstädte Ōsaka und Kyōto, erleben eine Teezermonie, einen Maiko-Tanz und speisen in traditionellen japanischen Gewändern in einem typischen Gästehaus. Und dank Ihrer Fahrt auf den heiligen Berg Fuji werden Sie Japan künftig nicht nur im Kopf, sondern auch in Herz und Seele behalten. 

  • Teezeremonie in Kamakura
  • Maiko-Tanzvorführung in Kyōto
  • Auffahrt zur fünften Bergstation (2.305 Meter Höhe) des sagenumwobenen Vulkans Fuji

Programm

1. Tag: Anreise

Heute beginnt Ihre Reise in das „Land der aufgehenden Sonne“ mit der Abholung von der Haustür und Transfer zum Flughafen. Mit einem Zwischenstopp fliegen Sie über Nacht nach Tōkyō.

2. Tag: Yōkoso in Japan!

Ein atemberaubend schönes Land voller Gegensätze und Einzigartigkeiten wartet auf Sie, um von Ihnen entdeckt zu werden. Erleben Sie historisch wertvolle Tempelanlagen, Jahrhunderte alte Traditionen und den millionenfachen Trubel der Metropolen!

Am Flughafen werden Sie von Ihrem örtlichen Reiseleiter in Empfang genommen und brechen zu Ihrer ersten Erkundungstour in der Megametropole auf. Sie besichtigen zunächst den der Seele des Meiji-Tennō gewidmeten Meiji-Schrein. Der shintoistische Schrein ist von einem immergrünen Wald umgeben, der auch als beliebtes Naherholungsgebiet genutzt wird. Im Anschluss bummeln Sie durch die belebten Straßen von Harajuku und Shibuya. Beeindruckender Höhepunkt an diesem Abend ist die berühmte Kreuzung nahe des Bahnhofs von Shibuya. In nur einer Grünphase strömen mehrere Tausend Menschen von einer Seite der Straße auf die andere. Umringt von mannigfaltiger Leuchtreklame und Popmusik - ein Spektakel!

Kulinarisch werden Sie am Abend willkommen geheißen. Die außergewöhnliche Gastlichkeit und liebevolle Zubereitung der Speisen wird Sie begeistern!

3. Tag: Tōkyō

Nach dem Frühstück fahren Sie ins historische Tempelviertel von Asakusa und flanieren zunächst durch das Donnertor (Kaminari-mon) hindurch, die berühmte Ladenstraße Nakamise-dori entlang zum buddhistischen Sensō-Tempel. Gern können Sie es den buddhistischen Besuchern des Tempels gleichtun und Ihren Mund zunächst mit Wasser ausspülen und sich mit dem intensiven Rauch der zahlreichen Räucherstäbchen reinigen, ehe Sie die Haupthalle des Tempelkomplexes betreten.

Als zentralstaatlich organisierte parlamentarische Monarchie besitzt der japanische Kaiser eine besondere Stellung innerhalb der Gesellschaft. So gilt dieser nicht als Staatsoberhaupt des Landes sondern als „Symbol des Staates und der Einheit des Japanischen Volkes“. Der Geburtstag des 125. Kaisers Akihito am 23. Dezember wird als Nationalfeiertag zelebriert. Der Kaiserpalast öffnet seine Pforten an diesem Tag im Rahmen einer öffentlichen Zeremonie. Die auf dem ehemaligen Gelände der Burg Edo befindliche Anlage des Palastes ist jedoch täglich für die Öffentlichkeit zugänglich und ausschließlich über zwei Brücken zu erreichen. Die großzügig angelegten Gärten und Teiche laden zu einem ausgedehnten Spaziergang ein.

Einen Schnitt zur Moderne vollziehen Sie mit dem anschließenden Bummel durch die prachtvollen Straßen des Stadtviertels Ginza. Sämtliche namhaften Designer dieser Welt sind in Form von Boutiquen vertreten. Zudem befindet sich hier eine Mannigfaltigkeit an Theatern, Kunstgalerien und Nachtclubs.

Zum Abschluss Ihrer Besichtigungstour genießen Sie einen fantastischen Blick vom 243 Meter hohen Rathaus von Tōkyō im Verwaltungsdistrikt Shinjuku. Mit ein wenig Glück, können Sie bei gutem Wetter am Ende eines schier unendlichen Häusermeers sogar den Fuji am Rande des Horizonts erblicken.

Zum Abendessen kehren Sie in eine der unzähligen Essstuben der Stadt ein.

4. Tag: Nikkō

Heute unternehmen Sie einen Ausflug ins 140 Kilometer entfernte Nikkō, zu Deutsch „Sonnenschein-Stadt“. Sie besichtigen unter anderem das Mausoleum des namhaften Shōguns Tokugawa Ieyasu, welches sich im Tōshō-Schrein befindet und Teil zahlreicher anderer Schreine und Tempel der Stadt ist, die allesamt von der UNESCO zum Kulturerbe ernannt worden sind. Im Nikkō-Nationalpark unternehmen Sie anschließend einen Spaziergang zu den, mit einer Fallhöhe von 97 Metern, imposanten Kegon-Wasserfällen. Desweiteren genießen Sie die stille Idylle abseits der geschäftigen Metropole am Chuzenji-See.

Am späten Nachmittag fahren Sie zurück nach Tōkyō und speisen in einem lokalen Restaurant zu Abend.

5. Tag: Kamakura – Fuji-Hakone-Nationalpark

Heute verlassen Sie Tōkyō und brechen auf in Richtung Fuji-Hakone-Nationalpark. Unterwegs machen Sie Halt in Kamakura, wo Sie den buddhistischen Tempel Kōtoku-in mit dem berühmten 13 Meter hohen Großen Buddha besichtigen.

Im Anschluss schlendern Sie entlang der Komachi-Straße und genießen das geschäftige Treiben inmitten bunter Boutiquen, gemütlicher Cafés und Souvenirläden. Mit Sicherheit finden Sie in einem der über 250 Restaurants auch eine kleine Stärkung ehe Sie im Rahmen einer traditionellen Teezeremonie zur inneren Ruhe finden können.

Im Jōmyō-Tempel erhalten Sie einen Einblick in die Geheimnisse rund um den „Weg des Tees“  mit all seinen feststehenden Regeln und Besonderheiten. Demnach gilt es nicht nur, eine bestimmte Reihenfolge einzuhalten, sondern selbst die Greifweise der verschiedenen Löffel und Teebesen unterliegt detailliert formulierten Vorgaben. Lassen Sie sich vom Plätschern des Wassers und dem einzigartigen Geschmack des grünen Tees inspirieren und zu einer besonderen Form der Ruhe finden.

Am frühen Abend erreichen Sie Ihr Domizil im Fuji-Hakone-Nationalpark. In einem typisch japanischen Gästehaus (Ryokan) genießen Sie ein Bad in heißen Quellen und speisen im traditionellen japanischen Gewand, dem sogenannten Yukata, einer alltäglichen Variante des Kimonos.

6. Tag: Fuji-san und Matsumoto

Nach einem traditionell japanischen Frühstück geht es hoch hinaus. Um genauer zu sein auf eine Höhe von 2.300 Meter. Mit dem Bus fahren Sie zur 5. Bergstation des 3.776 Meter hohen Fuji und genießen eine atemberaubende Sicht auf die umliegende Seenlandschaft. An dieser Station beginnen jährlich etwa 300.000 Pilger den mühseligen Aufstieg bis zum Gipfel des Vulkans. Rund um die Station gibt es zahlreiche Schreine und Tore zu besichtigen und kleine Läden und Bistros laden an der „Grenze zwischen Erde und Himmel“ zum Verweilen ein. (Achtung! Witterungsbedingt kann es kurzfristig zur zeitweisen Sperrung der Auffahrt kommen!)

Nach einer Mittagspause fahren Sie weiter bis nach Matsumoto und besichtigen die gleichnamige Burg. Die aufgrund der schwarzen Farbe und an Flügel erinnernden Bauweise auch „Krähenburg“ genannte Anlage gehört zu einer der wenigen noch im Original erhaltenen Burgen des Landes.

Am Abend checken Sie in Ihr Hotel ein und essen in einem lokalen Restaurant zu Abend.

7. Tag: Takayama - Gifu

Am heutigen Tag besichtigen Sie die Burgstadt Takayama in der bergigen Region Gifu mit ihrem historischen Stadtkern Sanmachi Suji und dem geschichtsträchtigen Verwaltungssitz Takayama Jinya. Es gibt landesweit keine andere Anlage, die so gut erhalten ist wie der Ende des 17. Jahrhunderts erbaute, von einer Mauer umgebene ehemalige Verwaltungssitz des Shōgunats.

Zum Mittagessen kehren Sie in ein japanisches Bistro ein, ehe Sie das historische Dorf Shirakawago (UNESCO Weltkulturerbe) besuchen. Hier erhalten Sie einen Einblick in die traditionelle Lebensart und Bauweise dieser Region.

Am Nachmittag fahren Sie weiter nach Gifu, wo Sie auch nächtigen werden.

8. Tag: Kyōto

Heute lernen Sie die frühere Hauptstadt Japans, Kyōto kennen. Ihr Besichtigungsprogramm beginnt mit dem Besuch des außerordentlich malerischen Kinkaku-Tempels. Der sogenannte „Goldene Pavillon“ verdankt seinen Namen der Goldplattierung seiner Fassade, die den Tempel bei Sonnenschein in einem prunkvollen Glanz erstrahlen lässt. 

Im Anschluss besichtigen Sie die Burg Nijō, ehemals Sitz des sagenumwobenen Shōguns Tokugawa Ieyasu wird auch Sie auf der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO geführt. Im Rahmen Ihrer Führung werden Sie unter anderem erfahren, was sich hinter der Bezeichnung „Nachtigallen-Flur“ verbirgt.

Während Ihrer heutigen Mittagspause genießen Sie neben japanischen Köstlichkeiten auch einen kulturellen Hochgenuss in Form eines sogenannten Kirschblütentanzes, der Ihnen von Maikos dargeboten wird. Die angehenden Geishas begannen Ihre Ausbildung traditioneller Weise bereits im Alter von sechs Jahren, sechs Monaten und sechs Tagen. Heute ist die fünfjährige Grundausbildung erst ab dem 17. Lebensjahr möglich. Hauptschwerpunkt besteht im Erlernen der traditionellen japanischen Künste, wie beispielsweise Ikebana (Blumensteckkunst), Kalligrafie und das Spielen der Schamisen (Laute).

Im Anschluss bummeln Sie durch das historische Vergnügungsviertel Gion und besuchen den Kiyomizu Tempel mit seiner berühmten Wasserquelle, der eine heilende Wirkung nachgesagt wird.

Weiterfahrt nach Ōsaka.

9. Tag: Nara – Stadtbesichtigung Ōsaka

Auf Ihrem heutigen Ausflug besichtigen Sie zahlreiche UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten im beschaulichen Nara (Fahrtzeit: ca. 45 Minuten), wie z.B. den Todai-Tempel mit der weltweit größten buddhistischen Bronzestatue. Die 15 Meter hohe Figur des Großen Buddhas befindet sich in einer einzigartigen Haupthalle, die wiederum als weltweit größtes, rein aus Holz erbautes Gebäude gilt. Bereits der Fußweg, der zum Eingangstor der Tempelanlage führt, besitzt eine einzigartige Atmosphäre.

Im Anschluss unternehmen Sie einen Spaziergang durch den benachbarten Park mit seiner Vielzahl an frei laufenden Sikahirschen, deren Geweihe ausschließlich von Shintōpriesern geschnitten werden, um den Besuchern nicht gefährlich zu werden.

Zurück in Ōsaka besichtigen Sie die beeindruckende Burg der Stadt und besuchen anschließend den berühmten Kuromon Markt, wo Sie in die kulinarische Welt der Kansai-Region eintauchen können. Sie bummeln zudem durch die Kneipen- und Einkaufsviertel Doutombori und Shinsaibashi ehe Sie am Abend die Stadt auf kulinarische Weise bei einem Okonomiyaki-Essen kennenlernen. Die auf japanische Art zubereiteten Eierkuchen werden auf dem Teppan (als Grill fungierende heiße Platte) gebraten und beinhalten verschiedenste Zutaten wie Kohl, Meeresfrüchte und Soba-Nudeln (Spaghetti aus Buchweizen).

10. Tag: Hiroshima

Rasend schnell geht es heute nach Hiroshima und zwar per Shinkansen, dem japanischen Hochgeschwindigkeitszug. In nur zwei Stunden erreichen Sie die Hafenstadt im Südwesten der japanischen Hauptinsel Honshū. Nach einem Besuch des Mazda-Museums erhalten Sie im Friedensmuseum einen Einblick in die schwarze Geschichte der Stadt. Nahe dem Hypozentrum des damaligen Atombombenabwurfs wurden Erinnerungsstücke und Erfahrungsberichte auf eindrucksvolle Art und Weise zusammengefasst und für den Besucher aufgearbeitet.

Nach einem stärkenden Mittagessen setzen Sie am Nachmittag mit der Fähre zur Insel Miyajima mit dem berühmten Shinto-Schrein Itsukushima (UNESCO-Weltkulturerbe) über. Besonders imposant wirkt das dazugehörige rote Tor (Tori) bei Flut, wenn es schier auf dem Wasser zu schweben scheint. Ein Fotomotiv der Extraklasse!

Übernachtung in Hiroshima.

11. Tag: Himeji – Ōsaka

Nach dem Frühstück nehmen Sie erneut im Shinkansen Platz und brausen nach Himeji (Fahrtzeit: ca. 2 Stunden). Am Hauptbahnhof angekommen, fahren Sie zum pittoresken Berg Shosha. Nach einem Spaziergang entlang des idyllischen Rundwegs mit seinem eindrucksvollen Tempelkomplex besichtigen Sie die Burg des Weißen Reihers, die ihres Zeichens zur Weltkulturerbe-Liste der UNESCO zählt. Besonders zur Zeit der Kirschblüte erfreut sich der benachbarte Kokoen Garten großer Beliebtheit. Doch auch die Blattfärbung im Herbst ist ein außerordentlicher Blickfang.

Nachdem Sie wieder zurück nach Ōsaka gefahren sind, genießen Sie ein Abschiedsabendessen in einem lokalen Restaurant. Zusammen mit Ihrer Reisegruppe können Sie die Erlebnisse einer unvergesslichen Reise durch ein einzigartiges Land Revue passieren lassen.

12. Tag: Heimreise

Per Transfer gelangen Sie zum Flughafen von Ōsaka und sagen „Sayōnara Nippon!“ – „Auf Wiedersehen Japan!“. Mit einem Zwischenstopp erreichen Sie Ihren Heimatflughafen am frühen Abend. Ihr Haustürtransfer erwartet Sie bereits.

 

 

ab3999 

Beförderung

  • Haustürtransfer in ausgewählten Regionen
  • Flug mit Lufthansa nach Tokyo und zurück von Osaka in der Economy Class (Umsteigeverbindung)
  • Transfers Flughafen – Hotel – Flughafen
  • Fährüberfahrten nach/von Miyajima
  • Shinkansen-Fahrten von Osaka nach Hiroshima und von Hiroshima nach Himeji 

Hotels & Verpflegung

  • 3 Übernachtungen in Tokyo
  • 1 Übernachtung in Hakone
  • 1 Übernachtung in Matsumoto
  • 1 Übernachtung in Gifu
  • 3 Übernachtungen in Osaka
  • 1 Übernachtung in Hiroshima (alle Ü in 3*/4*-Hotels)
  • 10 x Frühstück
  • 3 x Mittagessen
  • 7 x Abendessen

Ausflüge & Besichtigungen

  • Ausflüge und Besichtigungen: Tokyo, Nikko, Kamakura, Fuji, Takayama, Shirakawa, Nara, Osaka, Kyoto, Hiroshima, Miyajima, Himeji
  • Eintritte: Asakusa-Tempel in Tokyo, Toshogu-Schrein in Nikko, Kotokuin Tempel in Kamakura, Burg von Matsumoto, Takayama-Tempel, Todai-Tempel in Nara, Burg von Osaka, Kinkaku-, Kiyomizu-Tempel und Burg Nijo in Kyoto, Mazda- und Friedensmuseum in Hiroshima, Miyajima-Tempel, Berg Shosha und Burg in Himeji

Zusätzlich inklusive

  • Tee-Zeremonie in Kamakura
  • Maiko-Tanzvorführung in Kyoto
  • Aktuelle Steuern, Sicherheits- und Ausreisegebühren
  • 1 Reisetaschenbuch pro Buchung
  • Örtliche Reiseleitung während der Ausflüge
  • sz-Reisebegleitung

Zielland

Japan

Landesdaten

Lage

Japan besteht aus den vier großen Inseln:

HONSHU mit den Städten Tokyo, Osaka, Nagoya, Kyoto, Kobe, Hiroshima

HOKKAIDO im Norden mit der Stadt Sapporo

SHIKOKU vor dem Südteil Honshus

KYUSHU im Süden mit den Städten Fukuoka und Nagasaki

Zudem gehören dazu die RYUKYU-Inseln mit Okinawa und zahlreichen kleinen gebirgigen Inseln.

Japan ist vom asiatischen Festland durch die Soya-(La Perouse) Straße im Norden, das Japanische Meer (auch Ostmeer genannt) und die Korea-Straße im Westen getrennt.

Fläche: 377.837 km².

Verwaltungsstruktur: 47 Präfekturen, darunter 3 Stadtpräfekturen (Tokyo, Osaka und Kyoto).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 128,1 Millionen

In den Städten:

Tokyo (Hauptstadt) ca. 9 Millionen (mit Vororten ca. 13,1 Millionen)

Yokohama ca. 3,7 Millionen

Osaka ca. 2,7 Millionen (mit Vororten ca. 8,7 Millionen)

Nagoya ca. 2,3 Millionen

Sapporo ca. 1,9 Millionen

Kobe ca. 1,5 Millionen

Kyoto ca. 1,5 Millionen

Fukuoka-Hakata ca. 1,5 Millionen

Kawasaki ca. 1,4 Millionen

Hiroshima ca. 1,2 Millionen

Saitama ca. 1,2 Millionen

Sendai ca. 1,05 Million

Kitakyushu ca. 977.300

Sprache

Staatssprache ist Japanisch. Englisch wird in den großen Hotels, Kaufhäusern und im Geschäftsleben von einigen Personen gesprochen. Auf dem Land sind Grundkenntnisse in Japanisch unbedingt notwendig.

Bei geschäftlichen Besprechungen muss davon ausgegangen werden, dass nicht alle Gesprächspartner, insbesondere oft auch nicht die Geschäftsleitung, genügend Englisch für Verhandlungen beherrscht. Es wird daher für Verhandlungen häufig notwendig sein, einen Dolmetscher mitzunehmen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +8 Stunden.

Während der europäischen Sommerzeit sind es nur noch +7 Stunden.

Stromspannung

100 Volt Wechselstrom, 50 Hertz (Tokyo und östliches Japan) bzw. 60 Hertz (Osaka, Kyoto, Nagoya und westliches Japan).

Meist sind Steckdosen für 2-polige Flachstecker (Typ A) vorhanden, selten dagegen für 3-polige Flachstecker (Typ B). Adapter sind für beide erforderlich.

In internationalen Hotels gibt es auch Steckdosen für 110 und für 220 Volt. Diese kann man auch ohne Adapter verwenden.

Telefon/Post

Telefon

Von Deutschland, Österreich oder der Schweiz nach Japan wählt man 0081, dann die Ortsvorwahl (z.B. Tokyo 03, Sapporo 011) ohne die erste 0, danach die Amtsvorwahl und dann die Teilnehmernummer.

Von Japan nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Von Japan ins Ausland mit direkter Einwahl kann man von einigen Telefoneinrichtungen (grüne oder graue Fernsprecher, Symbol "International Domestic Card/Coin Telephone" mit Karten telefonieren (gibt es an Kiosken oder in Geschäften). Ansonsten kann man mit 10- oder 100-Yen-Münzen telefonieren.

Internationale Telefongespräche (an öffentlichen Fernsprechern und privaten Telefonapparaten) können auch per Vermittlung geführt werden, jedoch gibt es diverse, ständig wechselnde Anbieter mit unterschiedlichen Gebühren und Telefonnummern (muss vor Ort abgeklärt werden).

NOTRUFNUMMERN:

- Polizei 110

- Unfallrettung und Feuerwehr 119

- Japan Help-Line (0120) 46 19 97

- "Tokyo English Life Line" (TELL) - Telefondienst für Touristen in Notfällen: Tel. (03) 57 74 09 92 (täglich 9-23 Uhr, landesweit)

Mobilfunk

Netztechnik: 3G 2100 und 3G 1700.

In Japan wird die PDC-Technologie (personal digital cellular) eingesetzt, die mit Mobil-Standards anderer Länder nicht kompatibel ist. Es bestehen keine GSM-Netze. Auch die Quad-Band-Handys können nicht benutzt werden. Lediglich mit Mobiltelefonen der 3. Generation, also mit UMTS (Universal Mobile Telecommunications System), kann man in Japan problemlos telefonieren. Derzeit gibt es Roamingverträge von u.a. Telekom Deutschland und Vodafone mit Anbietern in Japan.

Reisende, die kein Mobiltelefon der 3. Generation besitzen und nicht auf ein Handy in Japan verzichten möchten, können auch ein PDC-Mobiltelefon vor Ort in Japan mieten. In diesem Fall ist nur die eigene (mitgeführte) SIM-Karte in das gemietete Mobiltelefon einzulegen. Weitere Informationen:

G-Call: Internet: www.g-call.com

Jal Abc Rental Phone: Internet: www.jalabc.com

PuPuru (Japanese Mobile Phone Rentals): Internet: www.pupuru.com

SoftBank Global Rental: Internet: www.softbank-rental.jp

Internet

Länderkürzel: .jp

Internetcafés sind weniger verbreitet als früher. Die Touristeninformation kann hier Auskunft geben. Internetbenutzung ist in vielen öffentlichen Gebäuden möglich, auch in Hotels.

Feiertage

1. Januar (Neujahr/Gantan), 8. Januar (Tag der Volljährigkeit/Seijin no Hi; zweiter Montag im Januar), 11. Februar (Tag der Staatsgründung/Kenkokukinen no Hi), 21. März (Frühlingsanfang/Shunbun no Hi), 29. April (Tag des Showa/Showa no Hi), 3. Mai (Verfassungstag/Kempo Kinenbi), 4. Mai (Tag des Grüns/Midori no Hi), 5. Mai (Tag des Kindes/Kodomo no Hi), 16. Juli (Tag des Meeres/Umi no Hi; dritter Montag im Juli), 11. August (Tag der Berge), 17. September (Tag der älteren Menschen/Keiro no Hi; dritter Montag im September), 24. September (Herbstanfang/Shubun no Hi), 8. Oktober (Tag des Sports/Taiku no Hi; zweiter Montag im Oktober), 3. November (Tag der Kultur/Bunka no Hi), 23. November (Tag der Arbeit/Kinro Kansha no Hi), 23. Dezember (Nationalfeiertag; Geburtstag des Kaisers/Tenno Tanjobi).

Wenn der eigentliche Feiertag auf einen Sonntag fällt, ist es im Allgemeinen üblich, den folgenden Montag arbeitsfrei zu geben.

Ende April bis Anfang Mai: die "Goldene Woche" eignet sich nicht für Geschäftsbesuche, da in dieser Zeit vielfach Betriebsferien gemacht werden. Fällt ein Feiertag in diese Zeit, wird er auf den ersten Arbeitstag nach der Goldenen Woche verlegt.

Etwa am 15. August, zum "Obon-Fest" ("Ehrung der Toten"; keine Feiertage), werden oftmals Unternehmen geschlossen oder verreisen viele Arbeitnehmer.

Vor und nach den Neujahrsfeiertagen geben manche Unternehmen ihren Angestellten noch zusätzlich frei. Es bietet sich deshalb nicht an, geschäftliche Termine in diese Zeit zu legen.

Die Hauptferienzeiten sind zur Zeit der Goldenen Woche, des Obon-Festes und des Jahreswechsels.

Öffnungszeiten

Banken: Montag bis Freitag 9-15 Uhr;

Büros: Montag bis Freitag 9-17 Uhr, manche auch Sa 9-12 Uhr;

Geschäfte: täglich von 10-20 Uhr (ein Ruhetag in der Woche ist üblich).

Warenhäuser sind montags meist geschlossen. In Städten mit mehreren großen Kaufhäusern sind diese jeweils an einem anderen Wochentag geschlossen, also nie alle gleichzeitig. Sonntags haben diese jedoch von 10-19 Uhr geöffnet.

Kleidung

Im Frühjahr und Herbst sind leichte Wollsachen angebracht, im Sommer ist Sommerkleidung aus leichten, atmungsaktiven Materialien zu empfehlen. Regenbekleidung sollte man immer dabeihaben, besonders aber in der Regenzeit von Juni bis Mitte Juli. Bereist man Japan im Winter, sollte man warme Wollkleidung und einen Mantel nicht vergessen, da es im Winter in Japan oft empfindlich kalt werden kann. Außerdem sollte man beachten, dass es in Japan üblich ist, seine Straßenschuhe beim Betreten der Häuser und Tempel abzulegen.

Geschichte/Politik

Die Japanischen Inseln sind bereits seit dem Paläolithikum um 30.000 v. Chr. besiedelt. Seit dem 5. Jahrhundert gebraucht man chinesische Schriftzeichen, seit dem 6. Jahrhundert ist der Buddhismus verbreitet. Der Verlauf der japanischen Geschichte wird durch das Kaisertum, einige Adelsgeschlechter und den Klerus bestimmt. Lange Zeit verharrte das Land in selbstgewählter Isolation. Unter Kaiser Mutsuhito, der zahlreiche Reformen, wie beispielsweise die Mejireformen, und technische Neuerungen einführte, wurde 1868 die Entwicklung hin zum modernen Japan eingeleitet. Die kaiserliche Hauptstadt wurde nach Edo verlegt und in Tokyo ("Hauptstadt des Ostens") umbenannt.

In der Außenpolitik verfolgte Japan expansionistische Ziele. 1879 besetzte es die Ryukyu-Inseln. Der Kampf um die Kontrolle in Korea führte zum Konflikt mit China und zum Chinesisch-Japanischen Krieg (1894-1895), in dem Japan siegte. Auch der Russisch-Japanische Krieg (1904/05), in dem es um die Vormachtstellung in Ostasien ging, wurde von Japan gewonnen. Mit dem Angriff japanischer Bomber auf Pearl Harbor, einem Marinestützpunkt der US-Flotte im Pazifik, im Dezember 1941, wuchs der Krieg in China mit dem in Europa zusammen. Japan trat 1941 an der Seite von Deutschland und Italien in den Zweiten Weltkrieg ein und hatte bis 1942 ganz Südostasien erobert. Nach dem weltweit ersten Abwurf zweier Atombomben im August 1945 folgte die offizielle Kapitulation der japanischen Regierung. 1952 kam es zu ersten allgemeinen Parlamentswahlen.

In den 50er und 60er Jahren setzte ein starkes wirtschaftliches Wachstum ein. Japan überrundete alle westeuropäischen Nationen und rangierte neben den Vereinigten Staaten als industrielle Weltmacht. Neben der Überbevölkerung der Städte waren Anfang der 80er Jahre die Umweltverschmutzung und die unproduktive Landwirtschaft die zentralen innenpolitischen Probleme Japans. Dennoch wies das Land die höchste Wirtschaftswachstumsrate und die niedrigste Inflationsrate unter den führenden Industrienationen auf. 1989 starb Kaiser Hirohito. Sein Sohn Akihito initiierte eine Periode der Umwälzungen und Reformen. Eine wirtschaftliche Rezession und die Aufdeckung von Bestechungsaffären und Korruption führten in den vergangenen Jahren immer wieder zu Regierungskrisen.

Wirtschaft

Vor dem Zweiten Weltkrieg lag die japanische Wirtschaft in den Händen einiger weniger, wohlhabender Familien, von denen die bedeutendste Mitsui und Iwasaki waren (sie agierten unter dem heute noch bestehenden Firmennamen Mitsubishi). Die Firmen blieben auch nach der Besatzung intakt und haben seitdem eine noch größere Wirtschaftsmacht gewonnen. In den 80er Jahren ist die japanische Wirtschaft enorm expandiert, seit Mitte der 90er Jahre steckt Japan in einer wirtschaftlichen Krise.

Etwa 70 Prozent des eigenen Nahrungsmittelbedarfs werden im Land erzeugt. Angebaut wird Reis, der nach wie vor den Grundstock der japanischen Ernährung bildet. Daneben werden auch Weizen, Gerste, Sojabohnen, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Chinakohl sowie Mandarinen und andere Zitrusfrüchte und Tabak angepflanzt. Von großer Bedeutung ist der Anbau von Tee für den eigenen Gebrauch.

Da Fisch ein Grundnahrungsmittel in Japan ist, gehören der Fischfang und die Fischverarbeitung zu einem der wichtigsten Wirtschaftsbereiche im Land. Die japanische Fischereiflotte gehört zu den größten der Welt. Am häufigsten gefangen werden Sardinen, Thunfische, Krabben, Garnelen, Lachse, Makrelen, Tintenfische, Venusmuscheln und Austern. Daneben zählt Japan zu den wenigen noch aktiven Walfangnationen der Welt. Außerdem werden große Mengen an Tang und anderen Meeresalgen geerntet, die ebenfalls der menschlichen Ernährung dienen.

Auch der Tourismus trägt seinen Teil zum Bruttosozialprodukt bei.

Religion

Die Glaubensrichtung mit den meisten Anhängern ist der Shintoismus, eine Religion, die auf Ahnenkult und der Verehrung von Naturgottheiten aufbaut. Daneben ist in Japan auch der Buddhismus stark verbreitet. Das Christentum wird lediglich von vier Prozent der Bevölkerung ausgeübt. Diese sind sowohl Protestanten als auch Katholiken und Griechisch Orthodoxe. Charakteristisch für Japaner ist, dass sie häufig mehreren Religionen gleichzeitig angehören.

Vegetation

Die japanische Pflanzenwelt weist aufgrund der Wärme und Feuchtigkeit im Sommer und der gebietsweise milden Winter eine große Vielfalt auf. Mehr als 17.000 verschiedene Pflanzenarten sind in Japan heimisch. Viele davon sind Zierpflanzen wie Rhododendren, Zierkirschen, Chrysanthemen und Pfingstrosen. Besonders schön und bei Touristen sehr beliebt ist die Zeit der früh blühenden Pflaumen- und Kirschbäume. Im August blüht die Lotusblume und im November die Chrysantheme, die japanische Nationalblume. Zu Ehren bestimmter Pflanzen werden in der jeweiligen Blütezeit Blumenfeste abgehalten. Sehr charakteristisch für Japan sind die ausgedehnten, oft waldartigen Bambushaine. In Gartenanlagen wird die natürliche Japanische Landschaft in Miniaturform nachgebaut.

Tierwelt

Im Vergleich zur üppigen Flora ist die Fauna Japans weit weniger artenreich. Hier leben 140 verschiedene Säugetierarten, 450 Vogelarten und eine Vielzahl an Reptilien, Schalentieren und Fischen. Der einzige Primat ist der Rotgesichtsmakak, der auf der Insel Honshu lebt. Zu den großen Fleischfressern zählt der Braunbär. Unter den Wasservögeln kommen vor allem Kranich, Reiher, Schwan, Kormoran, Storch und Albatros vor.

Kulinarisches

Die japanische Küche hat durch die Insellage bedingt einen einmaligen Stil. Die buddhistischen Vorschriften kein Fleisch zu essen, sowie Natur und Klima prägen das Angebot an Speisen. Reis, Nudeln, Gemüse, Meeresfrüchte, Sojaprodukte und Obst bilden die Grundlage der Ernährung. Auch Seetang ist ein verbreitetes Nahrungsmittel. Reich an Mineralien und Vitaminen ist es von hohem Nährwert und dient als Gewürz. Heute wenden sich die Japaner aber verstärkt auch den Fleisch- und Milchprodukten zu.

Bei einem japanischen Mahl kommen mehrere Gerichte gleichzeitig auf den Tisch. Man bedient sich nach Belieben, nicht nach einer festen Reihenfolge. Speisen klassifiziert man eher nach ihrer Zubereitungsweise als nach ihren Hauptbestandteilen.

Für den Besucher ist das Eindringen in die Geheimnisse der Landesküche sicher ein Abenteuer, schon allein wegen der Schriftzeichen. In Lokalen, die sich auf Touristen eingerichtet haben, ist die Speisekarte aber oft zweisprachig. Einige Übung erfordert der Umgang mit Stäbchen. Sollte man nicht zurechtkommen, kann man nach Foku, Naifu und Supun (Gabel, Messer und Löffel) fragen. Ein guter Start in die Landesküche ist ein Nudelgeschäft. Nudeln (Soba aus Buchweizenmehl, Udon aus Weizenmehl) werden gebraten mit Gemüse, Shrimps oder Fleischstückchen oder als dampfende Suppe serviert. Nudelgeschäfte gibt es überall in der Stadt. Viele Restaurants haben Fotos an den Wänden oder gar Kunststoffabbildungen der Speisen in der Auslage - man zeigt dann einfach auf seine Auswahl. Große Schalen mit Randmuster weisen auf chinesische, einfarbige auf japanische und flache Platten auf europäische oder amerikanische Küche hin.

Weitere Spezialitäten sind u.a. Sukiyaki und Shabu-shabu. Diese beiden Rindfleischgerichte sind sehr beliebt. Während bei Subiyaki das hauchdünn geschnittene Fleisch in einer Sauce auf Sojabasis kurz gedünstet wird, hält man bei Shabu-shabu die Fleischstücke kurz in einen Topf mit kochenden Wasser und erst dann in die Sauce. Tempura, die in einem Mehl-Ei-Gemisch gewendeten Gemüse- und Fischstückchen, sind aus der japanischen Küche nicht mehr wegzudenken. Und für Mutige ist sicher die eigentliche Herausforderung der japanischen Küche zu empfehlen: Sushi, roher Fisch. Japanisch muss man in einem Sushi-Restaurant nicht sprechen. Man nimmt an der Theke Platz und sieht ein Großteil des Angebots vor sich. Bevor man fingerzeigend bestellt, muss man sich zwischen Sashimi oder Sushi entscheiden. Bestellt man Sashimi, bekommt man den rohen Fisch aufgeschnitten - oft mit Wasabi, scharfem grünem Meerrettich, serviert. Sushi Gerichte basieren auf gewürztem Essigreis, der mit frischem Gemüse und rohen Fischstücken gepresst und gerollt wird.

Eine teure Feinschmeckerspezialität ist Fugu, der berühmt-berüchtigte, hochgiftige Kugelfisch, dessen Verzehr bei falscher Zubereitung zum Tode führt. Fugu wird nur in den Wintermonaten genossen und darf ausschließlich von Köchen mit Sonderlizenz verarbeitet werden.

Japans Nationalgetränk ist Reiswein, Nihonshu genannt. Die Geschmacksrichtungen reichen von herb bis lieblich, und man trinkt ihn warm, kalt und sogar eisgekühlt. Allgegenwärtig ist das Nationalgetränk Nummer 2, grüner japanischer Tee, der automatisch und kostenlos zum Essen serviert wird.

Sitten und Gebräuche

Selbst in modernen japanischen Kreisen spielt die traditionelle Etikette eine sehr wichtige Rolle. Die meisten Japaner rechnen damit, dass Besucher nicht mit ihren Umgangsformen vertraut sind.

Status: Die japanische Gesellschaft weist noch immer eine strenge hierarchische Struktur auf. Selbst bei kleinen Gefälligkeiten sollte man sich überaus dankbar zeigen. Bei Beweisen der Gastfreundschaft, ob Getränke, Essen oder Geschenke, bedankt man sich mit "arigato gozaimasu", einer höflichen Form des "Danke".

Gruppe und Individuum: In Japan bestimmt die soziale Gruppenzugehörigkeit weit mehr als in Europa die Identität des Einzelnen. Man sucht nach Harmonie im Arbeitsleben und zu Hause. Konflikte werden nicht in der Öffentlichkeit ausgetragen. Dazu gehört auch das angemessene Verhalten in der Öffentlichkeit, so ist z.B. ein "Nase-Schnäutzen" in der Öffentlichkeit oder auch ein Essen aus der Hand beim Gehen verpönt.

Vorausdenken: Voraussicht prägt das Verhalten der Japaner entscheidend. Es ist stets besser, etwas für andere zu tun, ehe man um etwas gebeten wird. Gastgeber etwa versuchen, die Wünsche ihrer Gäste zu erahnen.

Verbeugen: Begrüßung und Abschied gehen mit etlichen Verbeugungen einher. Faustregel: Verbeugen - allerdings kommen Touristen auch mit einem Lächeln aus

Beim Betreten von Wohnungen, Gasthäusern und Tempeln lässt man die Schuhe grundsätzlich in einem Vorraum stehen und zieht die bereitstehenden Pantoffeln an. Für den Besuch der Toilette stehen eigene Toilettenpantoffeln zur Verfügung, die jedoch unbedingt wieder ausgezogen werden sollten bei Rückkehr in die anderen Räume.

Souvenirs

Beliebte Mitbringsel aus Japan sind u.a. Papierwaren, Essstäbchen, Töpfereien, Puppen, und Stoffe, die man am besten in einem Kaufhaus (depato) kauft. Auch ein Kimono, z.B. aus Seide, ist ein schönes, aber auch nicht billiges Souvenir. In Kyoto, dem Zentrum der Seidenproduktion, findet man sicher ein schönes Modell. Wo das Schild "Tax free" hängt, können ausländische Besucher mehrwertsteuerfrei (meist bei Artikeln wie Elektrogeräten, Kameras, Uhren und Edelsteinen) einkaufen. Man kann zwischen 5 und 40 Prozent sparen. Schlussverkäufe sind üblich von Mitte Juli bis Mitte August und nach Neujahr.

Klimainformationen

Das japanische Klima ist dem in Südeuropa herrschenden Klima sehr ähnlich. In den Bergen ist es relativ kühl und an der Pazifikküste ist es wärmer als am Japanischen Meer (Ostmeer).

Der Frühling erstreckt sich auf den Zeitraum von Mitte März bis Mitte Mai. Die Temperaturen im Frühling erreichen durchschnittlich etwa 14°C (Tokyo). Die beeindruckende Kirschblüte fällt in den Zeitraum der ersten beiden Aprilwochen, der jedoch meist eher regenreich ist.

Der Sommer, von Mitte Juni bis September, beginnt meist mit Regen; Juni ist der Monat des Jahres, in dem üblicherweise der meiste Niederschlag fällt. Die Monate Juli und August sind bei einer durchschnittlichen Temperatur von 23 bis 34°C die heißesten Monate des Jahres. Besonders in den Städten kommt es dann zu einer schwülen Hitze. Taifune treten meistens im September auf. Genauere Infos dazu gibt es auf den Internetseiten der Japan Meteorological Agency unter www.jma.go.jp.

Der Herbst ist meist mild und weist beständiges Wetter auf.

Der Winter in Japan dauert von etwa Mitte Dezember bis Mitte März und ist recht kalt. In den nördlichen und westlichen Teilen Japans muss man teilweise mit schweren Schneefällen rechnen. Die Temperatur fällt zum Teil bis minus 6°C. Es herrschen sehr gute Bedingungen für alle Wintersportarten. Man muss allerdings mit großem Andrang rechnen.

Beste Reisezeit

Der Herbst von Mitte September bis Ende November und der Frühling von Mitte März bis Mitte Mai sind die angenehmsten Reisemonate.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Keine.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Japan ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

Die medizinische Versorgung in Japan entspricht einem hohen Standard.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Yen ( ¥)

1 Yen = 100 Sen.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 130,69 ¥

1 US-$ = ca. 114,47 ¥

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei der Ein- und Ausfuhr von Fremd- oder Landeswährung im Wert ab 1 Million Yen (inklusive Reiseschecks etc.) >>> bei der Ein- und Ausfuhr von Gold (mit einer Reinheit von mehr als 90 Prozent) über 1 kg

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtausch: am besten US-$, weniger Euro. Der Umtausch ist in Banken und autorisierten Wechselstuben möglich.

Internationale Kreditkarten: Ja (American Express, Diners Club, Visa, EuroCard/MasterCard) - werden in größeren Hotels, den meisten Business-Hotels, den Kaufhäusern, bei zahlreichen Autovermietern und größeren Geschäften in Großstädten und touristischen Gebieten akzeptiert.

Geldautomat: Ja - mit Kreditkarten kann an Automaten Geld abgehoben werden. >>> Inhaber von Karten mit Maestro-Logo und EMV-Chip können an Automaten von 7-Eleven- und FamilyMart-Geschäften sowie Postfilialen Geld abheben. >>> Geldautomaten sind teilweise am Wochenende und nachts nicht in Betrieb. >>> Bei Reisen abseits von Großstädten sollte genügend Yen-Bargeld mitgenommen werden.

Reiseschecks: Ja - am besten in US-$; sie können bei Banken eingewechselt werden. >>> Da die Akzeptanz von Reiseschecks in Banken jedoch rückläufig ist, sollten immer auch noch andere Zahlungsmittel (Bargeld, Kreditkarte etc.) für die Reise mitgeführt werden.

Auskunftstellen

Japan National Tourism Organization

Tourist Information Center (TIC)
10th Floor, Tokyo Kotsu Kaikan Building

2-10-1 Yurakucho, Chiyoda-ku
Tokyo 100-0006/Japan
(03) 32 01 33 31
www.jnto.go.jp
jnto@jnto.go.jp
"Tokyo English Life Line" (TELL) - englischsprachiger Telefondienst für Touristen in Notfällen:

Tel. (03) 57 74 09 92

Homepage: www.telljp.com

German Chamber of Commerce and

Industry in Japan
Sanbancho KS Building, 5. Stock

2-4 Sanbancho, Chiyoda-ku
Tokyo 102-0075/Japan
(0081 3) 52 76 87 33
(0081 3) 52 76 98 11
www.dihkj.or.jp
info@dihkj.or.jp

Japan Chamber of Commerce and Industry
TCCI Building, 3-2-2 Marunouchi

Chiyoda-ku
Tokyo 100-0005/Japan
(0081 3) 32 16 64 97
(0081 3) 32 83 75 23
www.iccjapan.org
kokusai@tokyo-cci.or.jp

International Chamber of Commerce (ICC)
Bldg, 2-2, Marunouchi 3-chome

Chiyoda-ku
Tokyo 100 0005/Japan
(0081 3) 32 13 85 89, 32 16 64 97
(0081 3) 32 13 85 85, 32 83 78 66
www.iccjapan.org
icc@iccjapan.org

Botschaften und Konsulate

Japanische Botschaft

(mit Konsularabteilung)
Hiroshimastraße 6
10785
Berlin
(0 30) 21 09 42 22
(0 30) 21 09 40
www.embjapan.de
info@bo.mofa.go.jp
Mo bis Fr 9-12.15, 14-16.30 Uhr (Konsularabteilung)
Geschäftsbereich Konsularabteilung:

Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Japanisches Generalkonsulat
Breite Straße 27
40213
Düsseldorf
(02 11) 35 76 50
(02 11) 16 48 20
www.embjapan.de/duesseldorf
k2@ds.mofa.go.jp
Mo bis Fr 9-11.30, 13-16 Uhr

Japanisches Generalkonsulat
Friedrich-Ebert-Anlage 49

Messeturm, 34. OG
60327
Frankfurt/M.
(0 69) 23 05 31
(0 69) 238 57 30
www.embjapan.de/frankfurt
zentrale@fu.mofa.go.jp
Mo bis Fr 9-12.30, 14.30-16.30 Uhr

Japanisches Generalkonsulat
Rathausmarkt 5
20095
Hamburg
(0 40) 30 39 99 15
(0 40) 333 01 70
www.hamburg.emb-japan.go.jp
hh-konsulat@bo.mofa.go.jp
Mo bis Fr 9.30-12, 14-16.30 Uhr

Japanisches Generalkonsulat
Karl-Scharnagl-Ring 7 (4. OG)
80539
München
(0 89) 470 57 10
(0 89) 417 60 40
info-pr@japangk-munich.de; konsular@mu.mofa.go.jp
Mo bis Fr 9-12, 14-16 Uhr

Japanisches Honorarkonsulat
Am Hauptbahnhof 9
70173
Stuttgart
(07 11) 12 77 78 00
(07 11) 12 77 77 99
japanisches.honorarkonsulat@de.trumpf.com
Mo bis Do 9-13 Uhr, Mi auch 14-16.30 Uhr
(keine Visumerteilung)

Embassy of the Federal Republic of Germany
4-5-10, Minami-Azabu, Minato-ku
Tokyo 106-0047
Embassy of the Federal Republic of Germany
Central P.O. Box 955
Tokyo 100-8692/Japan
(0081 3) 57 91 77 73
(0081 3) 57 91 77 00
www.germanembassy-japan.org
info@tokyo.diplo.de
Amtsbezirk: Japan

Konsularischer Amtsbezirk: Präfekturen Akita, Fukushima, Gumma, Hokkaido, Ibaraki, Iwate, Kana Nagano, Niigate, Saitama, Shizuoka, Tochigi, Tokyo Inseln, Yamagata und Yamanashi

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Fa. Saibu Gas Co. Ltd.

1-17-1 Chiyo, Hakata-ku
Fukuoka 812-8707/Japan
(0081 92) 633 22 91
(0081 92) 633 22 39
fukuoka@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Präfekturen Fukuoka, Kagoshima, Kumamoto, Miyazaki Nagasaki, Oita und Saga

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Osaka-Kobe

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
c/o Chubu Electric Power Co., Inc.

1 Toshin-cho, Higashi-ku
Nagoya 461-8680/Japan
(0081 52) 973 31 83
(0081 52) 951 82 11
nagoya@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Präfektur Aichi

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Osaka-Kobe

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Azs-Koochi 586-15

Nishihara-cho
Okinawa 903-0116/Japan
(0081 98) 945 76 78
(0081 98) 945 76 78
okinawa@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Präfektur Okinawa

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Osaka-Kobe

Consulate General of the Federal Republic of Germany
Umeda Sky Building, Tower East, 35. Stock

1-1-88-3501, Oyodonaka Kita-ku
Osaka 531-6035/Japan
(0081 6) 64 40 50 80
(0081 6) 64 40 50 70
www.cwo.zaq.ne.jp/germangk
info@osaka-kobe.diplo.de
Amtsbezirk: Präfekturen Aichi, Ehime, Fukuoka, Fukui, Gifu, Hiroshima, Hyogo, Ishikawa, Kagawa, Kagoshima, Kochi, Kumamoto, Kyoto, Mie, Miyazaki, Nagasaki, Nara, Oita, Okayama, Okinawa, Osaka, Saga, Shiga, Shimane, Tokushima, Tottori, Toyama, Yamaguchi und Wakayama

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Higashi 4-8-1, Kita 1

Sapporo Factory

Frontier Building 3 F

Chuo-ku
Sapporo 060-8606/Japan
(0081 11) 251 41 74
(0081 11) 251 41 74
www.hepco.co.jp/germany/index.html
sapporo@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Präfektur Hokkaido

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Tokyo

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
4-1-1 Tsutsujigaoka, Miyagino-ku
Sendai 983-8622, Yurtec / Japan
(0081 22) 296 21 21
(0081 22) 296 21 11
sendai@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Tohoku mit den Präfekturen Akita, Aomori, Fukushima, Iwate, Miyagi und Yamagata

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft in Tokyo

Ärztliche Hilfe

Die medizinische Versorgung in Japan entspricht einem hohen Standard.

Sehenswertes

Tokyo

Die moderne, pulsierende Großstadt Tokyo - in der zehn Prozent der japanischen Bevölkerung leben - ist seit 1868 nicht nur die politische Hauptstadt, sondern zugleich ökonomisches und kulturelles Zentrum Japans. Die Stadt umfasst 23 Stadtbezirke, Satellitenstädte und einige der Tokyo-Bucht vorgelagerte Inseln. In der zwölf Millionen Metropole ist eine Stadtmitte nicht so leicht auszumachen, denn Tokyo verfügt über mehrere Zentren, die alle ihren eigenen Charakter bewahrt haben. Als Zentrum lässt sich noch am ehesten der Stadtbezirk um den Kaiserpalast bezeichnen. Östlich schließt sich der Verwaltungsbezirk Marunouchi mit dem Rathaus und dem Hauptbahnhof an. Das Regierungsviertel und die politische Verwaltung liegen um das Stadtviertel Kasumigaseki. Ginza, Shibuya und Shinuku sind große Einkaufsviertel, Roppongi und Akasaka die Vergnügungsviertel. Das im Norden gelegene Ikebukuro hat sich seit dem Entstehen des Gebäudekomplexes von Sunshine City mit seinem 60-geschossigen Wolkenkratzer Sunshine 60 zu einem bedeutenden Nebenzentrum entwickelt.

Die modernen hektischen Zentren und die ruhigen Wohnviertel in denen die Uhren noch nach dem traditionellen japanischen Lebensstil schlagen, liegen in Tokyo oft eng beieinander. Gerade das macht aber auch den Reiz der Stadt aus, deren Schönheit sich hinter Palast- und Gartenmauern versteckt und erst entdeckt werden will.

Die Geschichte Tokyos beginnt 1590, als Ieyasu Tokugawa, dessen Familie Japan bis 1867 beherrschte, hier mit seinen Lehensleuten ein neues Zentrum Japans schuf. Die Siedlung, die damals Edo hieß, entwickelte sich schnell - 1721 hatte die Stadt bereits eine Million Einwohner. Aus der Zeit des Shogunats ist wenig übriggeblieben. Feuer und Erdbeben haben im Laufe der Jahrhunderte ihren Tribut gefordert. 1923 zerstörte ein Erdbeben Tokyo fast völlig, und 1945 wurde die Stadt bei ihrer Bombardierung nahezu dem Erdboden gleichgemacht. Tokyo ist daher heute eine Stadt ohne spektakuläre historische Sehenswürdigkeiten. Die wichtigen Wahrzeichen, wie der Asakusa Kannon Tempel aus dem Jahr 645 n. Chr., sind Rekonstruktionen. Dennoch gibt es genug zu sehen in Tokyo. Es mangelt nicht an Museen, Galerien und wechselnden Ausstellungen. An Kultur in Form von klassischem Theater, Musicals oder klassischer Musik gibt es beinahe alles. Einzigartig ist das japanische Theater Kakubi, Noh, Bunrako und Butoh.

Neben dem Essen gehen ist die zweite Lieblingsbeschäftigung der Japaner das Einkaufen. Und beides - Essen und Einkaufen - ist in Tokyo in vollem Maße zu genießen. Über 80.000 Restaurants und Kneipen stehen in der Stadt zur Verfügung und das Shopping-Angebot ist überaus reichhaltig. Es gibt nichts was es nicht zu kaufen gibt. Und für denjenigen, der doch noch traditionelle Sehenswürdigkeiten besuchen möchte, lohnt sich ein Ausflug in die Stadt Nikko mit dem weltberühmten Toshogu- und Futarasan-Schrein sowie dem Rinnojo-Tempel. Im gleichnamigen Nationalpark mit seinen bewaldeten Bergen, Seen und Flüssen kann man sich dann vom Großstadtbesuch erholen.

Kyoto

Die 794 n. Chr. gegründete Stadt Kyoto (in der Region Zentral-Honshu) war ein Jahrtausend lang der Mittelpunkt der japanischen Zivilisation. Wenn sie heute auch nicht mehr die Hauptstadt ist, so ist sie doch weiterhin der historische und kulturelle Mittelpunkt des Landes. Die Stadt gleicht mit ihren über 2.000 Sehenswürdigkeiten einem lebendigen Museum. Touristen, die Kyoto in Ruhe kennenlernen möchten, können es zu Fuß oder auch mit dem Fahrrad, das dort vermietet wird, erkunden. Die Hauptsehenswürdigkeiten sind der Kaiserliche Palast, die Burg Nijo mit Garten, die Tempel Daitokuji, Ginkakuji, Kinkakuji und Kiyomizudera, der Zen-Garten des Tempels Ryoanij sowie der Heian-Schrein. Am Berg Hiei im Nordosten liegt der Enryakuji, einst ein mächtiges buddhistisches Kloster. Diese Attraktionen sollte man wegen Überfüllung möglichst nicht an Feiertagen und an Wochenenden besuchen. Weniger besucht, aber dennoch ein lohnenswertes Ziel sind die Zen-Gärten des Tempels Koto-in, der aus nur drei Gebäuden besteht. Der Garten ist berühmt für seine schlichte Eleganz. Auch zahlreiche Museen laden in Kyoto zu einem Besuch ein, darunter Kokuritsu Hakubutsukan, das Nationalmuseum Kyotos, mit seiner archäologischen Abteilung und der berühmten Kollektion japanischer Malerei. Im Gegensatz zu seinen vielen historischen Sehenswürdigkeiten ist Kyoto auch eine Stadt der modernen, schicken Geschäfte und Restaurants. Das Nachtleben mit seinen Bars, Restaurants und Geisha-Häusern ist vielseitig. Im Viertel Gion können Kulturinteressierte eine traditionelle Theateraufführung erleben. In den Vorstellungen des Theaters Gion Corner beispielsweise wird ein Querschnitt der darstellenden Künste wie Tanz, Puppentheater, Teezeremonie und Blumenstecken gezeigt.

Zentral-Honshu

Die Region Zentral-Honshu bietet neben den ehemaligen Hauptstädten Kyoto und Nara sowie Osaka, Kobe und Nagoya insbesondere zwei interessante Nationalparks. Der Nationalpark Fuji-Hakone-Izu (100 km südwestlich von Tokyo) umschließt die Regionen Berg Fuji, die fünf Fuji-Seen, die Halbinsel Izu und das Erholungsgebiet Hakone mit seinen heißen Quellen. Der Park ist besonders im Frühjahr und Sommer gut besucht, zu den anderen Jahreszeiten ist es auch wegen des kühlen Klimas etwas ruhiger. Ausdauernde Besucher können eine Wanderung auf den Fuji unternehmen. Der Nationalpark Ise Shima auf der Halbinsel Shima verdankt seine Berühmtheit den Ise-Jingu-Schreinen. Sehenswert sind hier vor allem auch die Küste mit den Inseln und der Unterwasserwelt, das gebirgige Inland und die Zuchtperlenfarmen bei Toba. Die Perleninsel Mikimoto ist durch die "Perlenbrücke" mit dem Festland verbunden. Auf der Insel kann man sich im Perlen-Museum über die Zucht von Perlen informieren. Taucherinnen führen vor, wie einheimische Frauen nach Perlen, und nach Seetang tauchen. Die durch ihren Seehandel einst kosmopolitische Stadt Kobe ist durch das schwere Erdbeben von 1995 stark beschädigt worden. Sehenswert ist hier neben vielem anderen das Stadtmuseum. In Osaka, dem Geschäftszentrum Japans, sollte man sich vor allem die Burg ansehen. Wer kann, sollte eine Vorführung des Bunraku-Nationaltheaters (Puppentheaters) besuchen. Im ehemaligen politischen und kulturellen Zentrum Nara laden die Tempel Kofukuji, Todaiji und Toshodaiji zu einem Besuch ein.

Westliches Honshu und Shikoku

Die Region des westlichen Honshu besteht aus der San-In-Region, die vom Tourismus nahezu unberührt ist und der dichtbesiedelten San-Yo-Region. Hier ist insbesondere Hiroshima erwähnenswert, das weltweit bekannt wurde durch den Abwurf der ersten Atombombe am 6. August 1945. Diese tötete die Hälfte der Einwohner und vernichtete das gesamte Stadtzentrum. Hiroshima wurde wieder aufgebaut, bis auf die Halle der Industrieförderung, die als Mahnmal stehengelassen wurde. Ergreifend ist der Besuch des Friedens-Gedächtnisparks der Stadt mit dem Friedensmuseum und der Gedächtnishalle.

Auf Shikoku, der kleinsten der vier Hauptinseln Japans, nimmt der Tourismus stetig zu, seit 1988 die Seto-Ohashi-Brücke eine direkte Straßen- und Schienenverbindung nach Honshu ermöglicht. Neben den Städten Takamatsu mit dem Park Ritsurin und Matsuyama mit seiner Burg ist die Landschaft mit ihren mit Reis, Mandarinen oder Tabak bebauten Bergterrassen sehr reizvoll.

Hokkaido

Die nördlichste der vier Hauptinseln ist voller Naturschauspiele: Berge, Seen, Vulkane und Thermalquellen sind in diesem Paradies für Wanderer, Radler und Skifahrer zu erkunden. Drei der wichtigsten japanischen Nationalparks, die den Hauptanreiz für eine Reise nach Hokkaido bilden, sind hier zu finden. Der Daisetsuzan-Nationalpark, mit seinem Netz von Wanderwegen, ist der größte des Landes. Für seine Tierwelt und seine landschaftliche Schönheit ist der Akan-Nationalpark berühmt. Eine Hauptattraktion ist der Kussharoko, Japans größter Kratersee. Wälder und Thermalquellen charakterisieren den Shikotsu-Toya-Nationalpark unweit von Sapporo. Die große, moderne Stadt bietet sich als Standort für Reisen in die Naturregionen Hokkaidos an. Sehenswert sind hier das Batchelor-Gedächtnismuseum, der Uhrturm und der Biergarten mit dem Brauereimuseum Sapporo.

Reisehinweise

Fukushima:

Das Auswärtige Amt warnt vor Aufenthalten in der "roten Zone" rund um das Kernkraftwerk Fukushima I, nordöstlich auf der Insel Honshu gelegen, aufgrund der Strahlung.

Von nicht notwendigen Reisen mit kurzfristigen Aufenthalten sowie generell von Reisen mit langfristigen Aufenthalten in der "gelben" und "grünen Zone" wird abgeraten.

Reisen dorthin, egal in welche Zone, sollten erst nach Absprache mit den Behörden vor Ort unternommen werden.

Weitere Infos: www.meti.go.jp.

Im März 2011 kam es in Japan aufgrund eines Seebebens mit der Stärke 9,0 zu verheerenden Zerstörungen am Atomkraftwerk Fukushima I. Das Epizentrum war etwa 130 Kilometer von Sendai entfernt.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes zu finden.

Kriminalität:

In Japan ist die Rate der Kriminalitätsdelikte relativ niedrig.

Derzeit häufen sich Fälle von Kreditkartenbetrügereien in Tokyos Stadtbezirken Roppongi und Shinjuku. Männer werden dabei in Bars gelockt, wo sie, nachdem sie Getränke mit Schlaf- oder bewusstseinsverändernden Mitteln zu sich genommen haben, zur Bezahlung von stark überhöhten Beträgen für die Getränke per Kreditkarte gezwungen werden. In manchen Fällen stellen Betrogene bei der Kreditkartenabrechnung im Nachhinein noch weitere Zuschläge fest.

Bitte den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

ERDBEBEN: Japan zählt zu den Ländern weltweit, in denen es sehr häufig zu Erdbeben kommt. Schäden in größerem Ausmaß sind jedoch selten.

Im Falle von Erdbeben sind Infos auf den Internetseiten der Japan Meteorological Agency unter www.jma.go.jp abrufbar.

VULKANE: In Japan gibt es etwa 100 aktive Vulkanen, etwa die Hälfte werden von den Behörden kontrolliert. Viele Ausbrüche sind jedoch nicht vorsehbar, wie der des Ontake-san, ca. 100 km im Nordosten von Nagoya, durch dessen Eruption 47 Menschen im September 2014 zu Tode kamen.

Infos: Japan Meteorological Agency, Internet: www.jma.go.jp > "App 'Safety Tips' for Earthquake and Tsunami Early Warning".

DROGEN: Drogenbesitz und -handel werden hart bestraft. Aufputschmittel werden ebenso zu den Drogen gezählt. Rechtlich wird nicht zwischen "weichen" und "harten" Drogen unterschieden. Auch darf man keineswegs auf Strafmilderung hoffen, wenn man in Besitz von nur geringer Drogenmenge ist.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Ausführliche Einreisebestimmungen

Ausführliche Einreisebestimmungen finden Sie hier.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (Reisedokumente / Visum / Impfung):

Deutsche Staatsangehörige benötigen für diese Reise gültige Ausweisdokumente. Die Reise kann sonst nicht angetreten werden!
Je nach Reiseland kann es sein, dass ein Visum erforderlich ist. In einigen Ländern sind ggf. auch Impfvorschriften zu beachten. Ausführliche Einreisebestimmungen finden Sie online bei der jeweiligen Reise unter der Rubrik „Länder“. Außerdem erhalten Sie diese Infos auch in Ihren zugesandten Reise-Vertragsunterlagen.
Wir empfehlen Ihnen dringend, sich schon vor der Buchung einer Reise über Ihre Einreisebestimmungen zu informieren. Bitte erkundigen Sie sich dabei auch über mögliche Bearbeitungszeiten für ggf. benötigte Visa, um eine rechtzeitige Bearbeitung vor Abreise zu gewährleisten sowie über notwendige Impfungen.
Bitte beachten Sie, dass seit dem 26. Juni 2012 jedes Kind, welches ins Ausland reist, unabhängig vom Alter ein eigenes Reisedokument benötigt. Eintragungen im Reisepass der Eltern werden nicht mehr anerkannt. Bitte beantragen Sie das notwendige Reisedokument bei den zuständigen Behörden.

Einreisebestimmungen für nicht-deutsche Staatsangehörige (Reisedokumente / Visum / Impfung):

Falls Personen ohne deutsche bzw. mit nicht ausschließlich deutscher Staatsbürgerschaft mitreisen, beachten Sie bitte, dass in diesem Fall andere bzw. gesonderte Einreisebestimmungen für Ihr gewähltes Reiseland gelten können. Hierüber geben die jeweiligen Auslandsvertretungen bzw. zuständigen Konsulate entsprechend Auskunft. Wir empfehlen Ihnen dringend, sich schon vor der Buchung einer Reise über Ihre Einreisebestimmungen zu informieren. Bitte erkundigen Sie sich dabei auch über mögliche Bearbeitungszeiten für ggf. benötigte Visa, um eine rechtzeitige Bearbeitung vor Abreise zu gewährleisten.
Sollten Sie in diesem Zusammenhang Fragen haben, helfen wir Ihnen gerne weiter. Bitte kontaktieren Sie uns unter unserer kostenfreien Service-Hotline 0800 250 00 00 (Mo-Fr 9-19 Uhr).

Einreise Japan:

Zur Einreise nach Japan ist ein gültiger Reisepass erforderlich. Für eine Aufenthaltsdauer bis zu 180 Tagen benötigen deutsche Touristen und Geschäftsreisende kein Visum, sofern sie weder einer Erwerbstätigkeit, einem Studium noch einer Berufsausbildung nachgehen wollen. Deutschen, die unter diesen Voraussetzungen ohne Visum anreisen, wird bei der Einreise am Flughafen eine Aufenthaltserlaubnis ("Landing Permission") als "Temporary Visitor" für zunächst 90 Tage erteilt.

Absagefrist durch den Reiseveranstalter sz-Reisen:

Falls die Mindesteilnehmerzahl für Ihren Reisetermin nicht erreicht werden sollte, behält sich sz-Reisen vor, bis spätestens 4 Wochen vor Reiseantritt (bei Tagesfahrten bis zu 2 Wochen) die Reise abzusagen bzw. vom Reisevertrag zurückzutreten. Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen unter §7.

Hinweis für Menschen mit eingeschränkter Mobilität:

sz-Reisen sind nicht geeignet für Gäste mit eingeschränkter Mobilität. sz-Reisen sind meistens Reisen in Bewegung: Um alle Besichtigungen, Rundgänge und Ausflüge in vollem Umfang miterleben zu können, sollten Sie „gut zu Fuß“ sein. Auch so manch ein Hotel ist noch nicht auf Rollatoren oder weitergehende Mobilitätsbeschränkungen eingestellt. Daher sind unsere Reisen für schwer gehbehinderte Gäste sowie für Gäste im Rollstuhl oder mit starker Sehbehinderung nicht geeignet (auch Gehörlosigkeit oder allg. Reisebehinderung).
Im Zweifel können wir vorab für Sie prüfen, ob eine Teilnahme möglich ist. Bitte fragen Sie uns vor der Buchung, ob diese Reise für Sie geeignet ist. Wir beraten Sie gern unter unserer kostenlosen Service-Hotline 0800 250 00 00 (Mo-Fr 9-19 Uhr).

Hinweis zu den Ausflügen:

Alle Ausflüge und Führungen finden in deutscher Sprache statt, soweit nichts anderes angegeben ist. Bitte beachten Sie, dass sich die angegebene Reihenfolge der Ausflüge ändern kann. 

Zahlung & Reiserücktritt bei sz-Reisen:

Ausführliche Informationen zu Zahlung und zum Reiserücktritt finden Sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen SZ-Reisen GmbH unter § 2. + 5. + 7. + 8.

Hinweis bei Hotelaufenthalt:

Die angegebene Hotelklassifizierung ist landestypisch.

Reisedaten

Reise/Reiseziel:
Japan: Land der Geheimnisse und Gegensätze
Veranstalter:
SZ-Reisen GmbH, Ostra-Allee 20, 01067 Dresden
Mindestteilnehmerzahl:
20
Ungefähre Gruppengröße:
22
  • auf/zu

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    • Transferregionen
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